Umgang mit Abwasser von wasserbasiertem Penetriermittel [Fallstudie]

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In dieser Fallstudie haben wir einem Automobilhersteller dabei geholfen, sich korrekt durch die strengen Regularien der Entsorgung von Penetriermittelabwasser zu navigieren

 

Über den Kunden

Unser Kunde aus der Automobilindustrie hat sich auf die Herstellung von Achsschenkeln aus Aluminium in China spezialisiert und zur kompletten Prüfung dieser bisher das fluoreszierende Level II Penetriermittel eines Wettbewerbers benutzt.

Auf Grund der strikten Regularien in China nimmt der Umgang mit Abwasser dort einen hohen Stellenwert ein und macht einen hohen Anteil der Produktionskosten für den Kunden aus. Deshalb sollte das neue Penetriermittel neben den Kriterien was die Anwendung betrifft, auch den Anforderungen bezüglich der Entsorgung entsprechen (wichtigster Gesichtspunkt ist hier das CSB/BSB Parameter von Penetriermittelabwasser nach der Verwendung).

Der Kunde möchte weder seinen aktuellen Prozess hinsichtlich der Entsorgung noch seine vorhandene Ausstattung hierfür ändern. Allerdings sollte es mit dem Abwasser unseres Magnaflux Penetriermittel weder beim Entsorgungsprozess selbst noch mit dem System Probleme geben.

Das vorhandene Abwasseraufbereitungssystem umfasst zwei Behandlungsprozesse: chemische Koagulation (Vorbehandlung) und eine biologische Behandlung (Nachbehandlung). Um die Voraussetzungen für die biologische Behandlung zu erfüllen, muss bei der chemischen Koagulation das CSB-Gehalt des ursprünglichen Penetriermittelabwassers um mindestens 50% reduziert werden.

 

Die Herausforderung

Wir empfehlen unser ZL-440 unseren Kunden, weil wir der Meinung sind, dass es das beste Level II wasserbasierte Penetriermittel auf dem Markt ist. Während der Durchführung der Fallstudie bei unserem Kunden konnten wir feststellen, dass unser ZL-440 die Anforderungen bei der Anwendung sogar übertrifft, da es heller fluoresziert und somit deutlichere Fehleranzeigen liefert, sich besser abwaschen lässt und ergiebiger ist, somit weniger Abwasser verursacht. Allerdings haben wir bei der Fallstudie festgestellt, dass das CSB-Gehalt von unserem ZL-440 Abwasser durch das existierende Koagulationssystem nur auf 30 – 40% reduziert werden kann – weit entfernt von der 50%-Reduktionsanforderung. Da eine Modifikation des Equipments oder des Prozesses keine Option ist, können wir also nur an den Chemikalien, mit denen das Abwasser behandelt wird, etwas ändern.

Die Herausforderung für Magnaflux ist also, Chemikalien zur Behandlung des Abwassers zu finden, die den CSB-Gehalt beim Koagulationsprozess um mehr als 50% reduzieren können.

 

Die Lösung

Nach Messung der Konzentration unseres ZL-440 im Abwasser nach der Behandlung im Abwasseraufbereitungssystem des Kunden – ungefähr 0,5% – hat unser Forschungs- und Entwicklungsteam umfangreiche Experimente in unseren Laboratorien durchgeführt und etliche Chemikalien getestet. Anhand von unseren Experimenten haben sich drei Chemikalien als effektiv erwiesen. Bezeichnet haben wir diese als Chemikalien A, B und C. Unter Laborbedingungen konnte der CSB-Gehalt unseres ZL-440 Abwassers während des Koagulationsprozesses unter Verwendung dieser drei Chemikalien um mehr als 60% reduziert werden.

Durchführung des Tests und Testresultate:

  1. Vorbereiten von 1 Liter 0,5%iger ZL-440 Verdünnung (Abwasserprobe)
  2. Testen des CSB-Gehalts der ZL-440 Lösung (Ergebnis 5,650mg/L)
  3. Zugabe von 75ml der Chemikalie A und Vermengung mit dieser für 5 Minuten
  4. Zugabe von 25ml der Chemikalie B und Vermengung mit dieser für 2 Minuten
  5. Mit dem Vermengen fortfahren, nach und nach Zugabe von 15ml der Chemikalie C; nach einer Weile wird flockendes Sediment sichtbar
  6. Verwendung der klaren Lösung für den CSB-Test (Ergebnis: 2,100mg/L)

Testergebnis: Der CSB-Gehalt unserer ZL-440 Abwasserprobe hat sich nach der Behandlung mit den Chemikalien A, B und C um 62,9% verringert.

 

Abwasser vor der Behandlung

Abwasser nach Koagulationsprozess


Abwasser vor der Behandlung

Abwasser nach Koagulationsprozess

 

Die Ergebnisse

Nach einem erneuten Test mit dem Abwasseraufbereitungssystems des Kunden – diesmal unter Zugabe der Chemikalien A, B und C – hat sich herausgestellt, dass nun die Kriterien bezüglich des CSB-Gehalts nach dem Koagulationsprozess ohne weiteres erfüllt werden können. Neben einer besseren Möglichkeit der Reduzierung des CSB-Gehalts wird im Vergleich zum vorherigen Penetriermittel nicht nur weniger von unserem ZL-440 gebraucht, was unserem Kunden Ausgaben erspart, es liefert auch deutlich bessere Ergebnisse.

 

Herausgegeben am 15. Juni 2020

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